Die Mega City Seoul hat in letzter Zeit vor allem aufgrund von K-Beauty, K-Pop und „Gangnam Style“ von Psi Schlagzeilen gemacht. Uns hat schon lange die Neugier gepackt und wir wollten unbedingt wissen, warum Seoul so im Kommen ist. Während unserer Reise sind wir auf viele schöne Dinge gestoßen, aber auch auf Sachen, von denen ihr lieber die Finger lassen solltet.

Koreanisches Essen ?

Natürlich will man auf Reisen auch die kulinarischen Köstlichkeiten des fremden Landes probieren. Wir freuen uns also mega, endlich das koreanische Essen probieren zu können und werden enttäuscht. ? Ja, du Koreaner lieben es scharf! ? Doch wir haben nicht damit gerechnet, dass es so extrem sein wird. Vom Kimchi bis zum Bibimbap. Sobald man aber von Haus aus nicht scharfes Essen wählt oder den Schärfegrad selbst bestimmen kann, schmeckt – zumindest für uns – die koreanische Küche ganz hervorragend.

U-Bahn ?

Man kann jedem, der schnell und günstig von A nach B möchte, die Seouler Metro empfehlen. Sie ist pünktlich, sauber und mit 1.350 Won (ca. 1,08 €) pro Fahrt auch ziemlich billig. Außerdem haben wir sie zu keiner Tageszeit überfüllt und unangenehm empfunden. Als besonders touristenfreundlich haben sich die vielen Hinweis- und Erklärungsschilder erwiesen. Da kann nichts schief gehen!

Englisch vs. Koreanisch ?

Mehr schief gehen, kann allerdings beim Taxifahren. Vorausgesetzt, es hält überhaupt eines an, wenn dich der Fahrer als Tourist entlarvt. Oft sind leere Taxis an uns vorbeigefahren oder weitergefahren, nachdem wir uns als Nichtkoreanischsprecher entpuppt haben. Tipp: halte nach den internationalen Taxis Ausschau, dort spricht der Fahrer auf jeden Fall Englisch. Die Sprachbarriere kann überall in der Stadt zum Problem werden, da das Englisch der Koreaner ziemlich schlecht ist. Im besten Fall hat man sich die Standardsätze und seine Hoteladresse irgendwo auch auf Koreanisch notiert.

Red Bus Tour ?

 

Wenn man zum ersten Mal in einer Stadt ist, eigenen sich die Hop-On-Hop-Off-Touren gut, um sich erst einmal einen Überblick über die Stadt und ihren Hauptattraktionen zu machen. Also kaufen wir uns für 15.000 Won (ca. 12€) pro Person zwei Tickets für den City Tour Bus. Leider hat sich das Geld gar nicht gelohnt, denn wir wussten gar nicht, wo wir halten. Es gab weder Kopfhörer noch eine Lautsprecheransage und Englisch hat sowieso niemand gesprochen. Zusatzinfos zur Stadt konnte man gar nicht erst erwarten.

Kultur ?

Also haben wir das ganze schnell abgebrochen und uns ins Getümmel gestürzt. Uns ist sofort der Kontrast zwischen altem und neuen Seoul aufgefallen, der in der Stadt überall präsent ist. So kann man bei einem Tempelrundgang oder einer Besichtigung des Kaiserpalasts mehr über die koreanische Kultur erfahren. Auf dem ältesten traditionellen Markt, dem Namdaemun Markt, lässt sich der ganze Spaß noch mit einer Shoppingtour verbinden. Alternativ kann man auch in Insa-dong in einem traditionellem Teehaus entspannen oder im Bukchon Hanok Village nachvollziehen, wie die Koreaner in vergangenen Jahrhunderten lebten. Interessiert man sich für die jüngere Vergangenheit und Gegenwart, lohnt sich eine Fahrt an die nordkoreanische Grenze in die DMZ (demilitarized zone).

Lotte World Adventure ?

Koreas Disneyland heißt Lotte World und es gibt hier sowohl einen Außen- als auch einen Innenbereich. Die vielen unterschiedlichen Attraktionen sind sind gut besucht, was sehr (!) lange Wartezeiten mit sich zu zieht. Beispielsweise hätten wir 1,5h anstehen müssen, um einmal mit der Atlantis zu fahren. Ein absolutes No Go, denn so wird das gute Feeling von trostloser Langeweile abgelöst. Am Wochenende muss man natürlich längere Wartezeiten als unter der Woche einplanen. Wir waren an einem Mittwoch dort.

Kosten: 52.000 Won (Tagespass, ca. 42€), 41.000 Won (nach 16 Uhr, ca. 33€)

Zeiten: Mo-Do 09:30-22:00, Fr-So 09:30-23:00

Tipp: in vielen Touristenguides gibt es extra Rabattmärschen für Lotte World

Fazit: Für die Geduldigen unter euch lohnt es sich allemal, da die Attraktionen an sich super sind.

Supermarkt ?

Im Lotte Supermarkt neben der Seoul Station (Hauptbahnhof) finden um 19 Uhr Verkostungen statt. An jeder Ecke reihen sich die Mitarbeiter, um für ihre Produkte zu werben. Wir haben zwar kein Wort verstanden, aber es hat mega Spaß gemacht, auf diese Weise verschiedene koreanische Foodstyles auszuprobieren.

Nachtleben ?

Der Hotspot für gute Partys ist das wohlhabendste Viertel der Stadt: Gangnam. Aber es müssen nicht immer Clubs sein. Die Karaokebar Milk ist direkt bei der Gangnam Station und bietet eine riesige Auswahl an koreanischen und internationalen Liedern. In abgetrennten, etwas süffigen Räumen kann man seiner inneren Britney freien Lauf lassen. ? Wenn es mal ruhiger sein soll, eignet sich eine Rooftop Bar auch prima, um den Tag ausklingen zu lassen und dabei die wunderschöne Stadt von oben zu genießen. Das Mercure Hotel bietet mit der Skibar ein sehr schöne, wenn auch etwas kostspieligere, Gelegenheit über den Dächern Seouls seinen Cocktail zu schlürfen.? ?

Shoppen ?

 

Itaewon ist das Stadtviertel der Ausländer schlechthin. Hier gibt es unzählige internationale Clubs, Bars, Restaurants und Shops. Aber auch viele Koreaner zieht es nach Itaewon, um das internationale Flair zu genießen. Gut shoppen kann man aber nicht nur hier an der Hauptstraße und den kleinen Gassen, sondern auch in Myeongdong oder unterirdisch in der Gangnam Station.

Seoul ? Google Map ?

Wir haben für dich in Google Maps eine Karte erstellt. Hier kannst du die erwähnten Orte in Google Maps sehen.

Hast du Fragen oder Anregungen? Dann hau sie in die Kommentare oder schreibe uns privat. 🙂

Happy traveling,

Maria & Daniel