Eines steht fest: in Tokio wird sich niemand langweilen! Da es aber soooo viel zu erleben gibt, kann man sich schnell davon überfordert fühlen. Bevor wir im Oktober zum ersten Mal nach Tokio gereist sind, hatten wir so unsere Schwierigkeiten, die Masse an Angeboten auf uns abzustimmen. Aus diesem Grund haben wir dir hier sechs Must-dos für deine erste Tokioreise zusammengestellt.

1. Einen Überblick über Tokio verschaffen? Roppongi Hills Mori Tower!

Wenn man zum ersten Mal in Tokio ist und das Gefühl hat vom Ausmaß der Megacity erdrückt zu werden, ist es eine super Idee, sich erst einmal einen Überblick über Japans Hauptstadt zu verschaffen. Die drei populärsten Aussichtsplattformen sind der Tokyo Tower, der Skytree und der Roppongi Hills Mori Tower. Letzterer ist ein riesiger Komplex aus Designerläden, vielen Luxusrestaurants, Büros, einem Kunstmuseum und Kino. Vom verglasten Observation Deck im 52. Stock hat meinen einen spektakulären Ausblick auf die unendlichen Weiten der Stadt inklusive Tokyo Tower und Skytree. Wenn die Sicht klar ist, kann man ebenfalls den Mt. Fuji sehen ?? und bei gutem Wetter hat man sogar die Möglichkeit auf dem Sky Deck einen 360° Panoramaausblick über Tokio unter freiem Himmel zu genießen. Taschen, Rucksäcke und größere Gegenstände muss man in ein Schließfach sperren.

Zu den Facts:

Öffnungszeiten: 10:00-23:00 (Fr. und Sa. bis 01:00; der letzte Einlass endet 30min vor Schließung; das Sky Deck hat von 11:00-20:00 geöffnet)

Preise: 1.800¥ (ca. 16€), zzgl. 500¥ für das Sky Deck (ca. 4€)

Populärer Anlaufpunkt, um den Blick auf die Stadt zu genießen, ist der Tokyo Tower. Mit einer Höhe von 333m ist der Stahlturm 13m größer als sein Vorbild, der Eifelturm.

Öffnungszeiten: 09:00-23:00

Preise: 900 (ca. 8€) für die Hauptplattform (150m), 1.600 (ca. 14€) für die Sonderaussichtsplattform (250m)

Tipp: Verbinde den Aufenthalt mit einem Besuch des nahegelegenen Zojoji Tempel.

Der Skytree ist mit einer Höhe von 634m das höchste Gebäude Japans und seine Aussichtsplattformen sind sehr beliebt bei Touristen.

Öffnungszeiten: 08:00-22:00

Preise: 2.060 (ca. 18€) und 2.820 (ca. 25€) ohne Wartezeit für die erste Plattform (350m); 1.030 (ca. 9€) für die zweite Plattform (450m)

2. Sein, wo die Trends entstehen

Im verrückten Tokioter Viertel Harajuku werden die neusten japanischen Modetrends geboren. Hier ist nicht etwa die Rede von der Prachtstraße Omotesando, die oft mit den Champs Elysées verglichen wird, sondern vom Zentrum der trashigen japanischen Teenieszene. So begegnet man in der beliebten Shoppingstraße Takeshita den verrücktesten Streetstyles, die im nächsten Moment schon gehyped werden. Tipp: lege eine Snackpause ein und lasse dir einen der beliebten Crêpes schmecken. Sonntagnachmittags treffen sich die Cosplayer („costume“ + „play“) übrigens auf der Brücke zwischen dem Harajuku Bahnhof und dem Yoyogi Park. Dort wirst du auf jeden Fall die ein oder andere japanische Lolita sehen. Ähnlich trashig geht es auch im Stadtteil Akihabara („Electronic Town“) zu, wo es viele Elektro-, Manga-, und Animeshops gibt.

3. Trip in die Vergangenheit – Stilecht durch Tokio

Tokio hat aber nicht nur moderne und trashige Viertel zu bieten. Kulturfreaks könnten jetzt vermutlich meinen mit einem Besuch des Kaiserpalasts auf ihre Kosten zu kommen, doch ehrlich gesagt ist der Hype nicht begründet. Zwar ist der Park um den Palast ganz nett, aber er selbst ist weniger spektakulär. Zumal man den Palast bis auf zwei Tage im Jahr nur von außen betrachten kann, da er bis heute der Wohnsitz der Kaiserfamilie ist. Alte japanische Kultur und Tradition sticht an anderen Ecken der Stadt hervor. So ist vor allem im Stadtteil Asakusa das Erbe vergangener Zeiten deutlich spürbar. Beliebter Anlaufpunkt ist der im 7. Jahrhundert erbaute, buddhistische Sensoji Tempel. ⛩? Man kann den Tempel über die 250m lange Einkaufsstraße Nakamise erreichen, wo lokale Produkte und kitschige Souvenirs an den Besucher gebracht werden. Das Treiben um den Tempel ist definitiv ein Erlebnis für sich. Toppen kann man das Ganze nur noch durch eine Rikscha-Fahrt.

4. Mitten im kontrollierten Wahnsinn

Das Shibuya Crossing zählt zu den wohl berühmtesten Kreuzungen der Welt. Jedes Mal, wenn die Fußgängerampeln gleichzeitig auf Grün schalten, überqueren Tausende von Menschen die Kreuzung. In alle Richtungen. Das Szenario ist wirklich beeindruckend. In der zweiten Etage des am Shibuya Crossing gelegenen Starbucks gibt es ein großes Panoramafenster, von wo aus man eine top Sicht auf die umtriebige Menschenmasse hat.

5. #coffeegoals – No. 8 Bear Pond Tokio

Du bist Kaffeefanatiker und liebst frisch gerösteten italienischen Kaffee? Forget it! Den besten Kaffee überhaupt findest du nur in Tokio. Und zwar im Bear Pond oder der Zweitfiliale No. 8 Bear Pond in der Nähe des Shibuya Crossings. Als wir zufällig bei Galileo einen Bericht darüber gesehen haben, stand die Adresse sofort auf unserer Liste. Selbst Daniel (Milch- oder Kakaotrinker) hat sich dazu hinreißen lassen, einen Espresso Macchiato zu probieren ? und war begeistert. Absolutes Kaffeeparadies!!!

6. Flying Sushi

Natürlich zählen zu unseren Top 6 nicht nur vermeintlich italienische Spezialitäten, sondern auch die hervorragende japanische Küche. Um sich mal weit aus dem Fenster zu lehnen: alles schmeckt! Selbst das Flying Sushi. ? Im Restaurant Uobei kommt das Sushi zu deinem Platz „geflogen“. Über ein Touchpad wählt man aus, was man möchte (Sushi, Suppen, Desserts, Getränke) und bestätigt anschließend. Im nächsten Moment wird die Bestellung über ein Schienensystem direkt an deinen Platz geliefert. Total unkompliziert. Selbst reden ist nicht notwendig. Grünen Tee gibt es wie so oft kostenlos am Sitzplatz. Zwar muss man einräumen, dass es sich nicht um das beste Sushi Japans handelt, aber es ist mit durchschnittlich 180¥ pro Sushi günstig und trotzdem lecker. Dieses kulinarische Hightecherlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen!

Warst du schon einmal in Tokio oder würdest du gerne nach Japan reisen? Wie sind deine Erfahrungen oder Vorstellungen? Wenn du Fragen oder Anregungen hast, dann hau sie gerne in die Kommentare oder schreibe uns privat. 🙂

Happy traveling,

Maria & Daniel